Nebiga

Was bitte schön ist Glück?

Die Halbzeit von 28 Days of Blogging ist erreicht: Wir haben täglich gepostet. Manchmal war es knapp vor Mitternacht, aber wir haben es hingekriegt. Wir sind heute einmal so richtig zufrieden mit uns. Alle lehnen wir uns einen Augenblick zurück, denke ich. Alle, die bei dem Blogging-Marathon mitmachen.Wir betrachten, was wir geschafft haben, nicken uns zu, klopfen uns auf die Schultern und fühlen uns wohl. So wohl.

Ist das jetzt Glück?

Was Pech ist, weiß ich schon. Das hat mir Frau Wolle erzählt.  Wer’s auch noch wissen will, hört ihr am besten zu:

Glück ist: Liebe, Geld und Überleben

In diesem irischen Märchen fehlt zum Glück nicht wirklich viel: Etwas Liebe – ja – und eine Truhe mit Goldstücken. Ach – und den Wölfen weicht man am besten auch noch aus. Aber sonst…

Irlands durchschnittliches Glück lag 2005-2014 bei 7,5 von einer Skala zwischen 1 und 10.

Wo so etwas nachzulesen ist?

In der Weltdatenbank des Glücks, dem Archiv der Forschungsergebnisse zum subjektiven Empfinden von Freude. Dort sammeln die Glücksforscher dieser Welt die Resultate ihrer Studien. Sie haben einen Index entwickelt, mit dem sie das durchschnittliche Glücksempfinden der verschiedenen Länder bewerten. Irlands Glücksempfinden ist seit dem Beginn der Messungen Anfang der 70er Jahre um 3 Prozentpunkte gesunken.

Scheint so als würde Liebe, Geld und Überleben doch nicht ausreichen.

Deutschland liegt übrigens bei 7, 2. Der Spitzenreiter aber ist Costa Rica – mit dem durchschnittlichem Glücksempfinden von 8.9.

Ist ja auch kein Wunder! In Costa Rica scheint das ganze Jahr die Sonne; es gibt Meer, Freude und Tanz. Im Süden lebt es sich einfach besser, sagen die Leute. Am ehesten die, die dorthin auf Urlaub fahren.

Ja Costa Rica ist schön. Aber Costa Rica ist auch arm, sehr arm. Ein Vergleich: Das Bruttoinlandprodukt (BIP) des Landes liegt unter 50 Milliarden US-Dollar. Deutschland verfügt über 3, 73 Billionen US-Dollar.

Warum sind die Costa Ricaner also glücklicher?

Was wir heute über Glück wissen

Am besten fragen wir Ruut Veenhoven, den „Glücksprofessor“, der die Happiness-Datenbank gegründet hat. Er antwortet auf fünf Fragen. Als denn:

1. Was ist Glück?

Glück ist die subjektive Wertschätzung des Lebens. Mit anderen Worten, wie gut gefällt einem das Leben, das man führt.

2. Kann man Glück überhaupt messen?

Nachdem das Glück als etwas definiert ist, das wir im Kopf haben, kann es durch den Einsatz von Fragen gemessen werden. Eine gängige Frage ist: Alles in allem, wie zufrieden bist du zurzeit mit deinem Leben als Ganzes? Die Skala reicht von 0 – extrem unzufrieden bis 10 – extrem zufrieden. 

3. Wie glücklich sind wir?

Das divergiert von Land zu Land: Bei 7, 2 – dem deutschen Ergebnis – können wir davon ausgehen, dass die meisten Deutschen sich meistens glücklich fühlen.

4. Was macht uns glücklicher oder weniger glücklich?

Hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: kollektives Handeln und individuelle Verhaltensweisen, einfache Sinneserfahrungen und höhere Erkenntnisse, stabile Eigenschaften der Person und ihres Umfelds, aber auch Launen des Schicksals.

(Mit einfachen Worten: Dieser Bereich ist ein gigantisches Forschungsgebiet. In jedem Land gibt es andere Faktoren. Viel Arbeit für die Glücksforscher!)

5. Ist größeres Glück möglich?

Ein Großteil der wissenschaftlichen Arbeit über das Glück wird von der Hoffnung getragen, Wege zur Schaffung größeren Glücks für eine größere Zahl von Menschen zu finden.

Hoffnung und Glück also: die beiden gehören offenbar zusammen. Wir hoffen, dass wir mehr Glück haben.

Doch bleiben wir bei heute: Wie steht es jetzt? Wie zufrieden sind wir alles in allem mit unserem Leben als Ganzes?

Wenn ihr so fragt…

SEHR ZUFRIEDEN!

Wie glücklich seid ihr heute? Das Kommentarfeld ist weiter unten! :)

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Die 28 Tage Herausforderung angenommen: eine Katze meldet sich
Nebiga

28 Tage bloggen: Die Herausforderung

28 Tage, jeden Tag ein Post. Wollen wir da wirklich mitmachen? Nebiga ist skeptisch, Leo euphorisch – zusammengefasst: Unentschieden. Einziger Ausweg ist der Appell an unsere Friedensstifterin und Mediatorin. Die Redaktion vermittelt also, während wir diskutieren – oder so:

  • 28 Tage ist furchtbar lang…
  • Wurscht, endlich können wir uns ausgiebig zu Wort melden…
  • Naja, wenigstens ist es der kürzeste Monat im Jahr!
  • Trotzdem: Der Februar beginnt heute. Habt ihr eine Idee?
  • Idee? Ideen, meinst du wohl. Dazu noch jeden Tag eine!
  • Jetzt reg‘ dich nicht auf, wir sind zu zweit… du brauchst also nur jeden zweiten Tag eine.
  • Versuchst du uns gerade in die Tasche zu lügen?
  • Keine Haarspaltereien bitte! Wir müssen nur eine einzige Frage klären: Habt ihr genug Ideen oder nicht?

Wie wir uns entschieden haben?

28 Tage lang… jeden Tag. Das schaffen wir nie im Leben! Wir können unmöglich 28 Tage lang unseren Durchschnitt von 1100 Wörtern pro Post durchhalten. Wir haben schließlich noch einen Tagesjob, ein Privatleben, Hobbies, Bedürfnisse… ja, auch Blogger schlafen! Wir könnten es natürlich auf nächsten Monat verschieben…

28 Tage lang bloggen ist ein Ding der Unmöglichkeit! Es sei denn…

Es sei denn, wir zeigen:

28 Tage: Ein Globetrotter Märchen entsteht

In 28 Tagen können wir beide einen unserer normalen Posts schreiben. So lange dauert es nämlich gewöhnlich, bis wir etwas Lesbares zusammen haben. Von der Idee bis zum fertigen Post muss sich eben einiges entwickeln und das braucht Zeit. In 28 Tagen ein Post – 1100 Wörter – für jeden von uns. Das kriegen wir hin.

  • Ihr erfüllt damit aber nicht die Bedingungen des Wettbewerbs. Es heißt: 28 Tage lang jeden Tag ein Post!

Deshalb ja unsere Idee: Wir dokumentieren, wie unsere Geschichten entstehen. Post für Post. Bis zur Veröffentlichung des Artikels.

Das trauen wir uns zu. Das schaffen wir.

Was meinst du?

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A Moment Before You'll Find Friends
Nebiga

A Moment Before You’ll Find Friends

I miss my friends.
Someone I can talk more than „Where do you come from?“, „Where are you going?“, about the price of the hotel or the taxi fee. Someone I can laugh with, when again I couldn’t express myself and am surprised which results my words have caused. Being with friends means to order in a restaurant knowing that you are not doing it for you alone. They will join. The plates suddenly will have a reason to be filled in the way the chefs do it in the restaurants here. It’s not that you don’t get to know people while you’re traveling… no… and it’s also not that I don’t enjoy getting to know people.

It’s about sharing… sharing moments, talks and time. It’s about to be with someone who understands you, better than others, sometimes even better than you yourself. It’s about sitting together and just listen, when your friends are having fun or telling stories about their life. Just to be together, just to enjoy. It’s about being told that your perception is not the only one in life… it’s loving, feeling so joyful , so happy, so understood.

Friends are not only people from home. I found friends, they showed me the town, told me about their country, their fears, their music. You can find them everywhere. Mostly they are sitting next to you.

But now at this moment I really miss friends. Very much. And I know there will always be moments like this, when I’m traveling alone, because I am who I am, no? In my daily life I am really not a loner. So why bother to travel alone then? Because your mind and soul are free to observe, experience and feel the country!
Just – I would rather share these experiences, observations and feelings with friends, afterwards – in evenings. With a glass full of wine!

“The more I traveled the more I realized that fear makes strangers of people who should be friends.” – Shirley MacLaine

©SComm Intercultural